Mittwoch, 21. September 2011

Korea 2011 - auf der Suche nach der Kirche für morgen

Unsere Reise nach Korea hat natürlich mit den fantastischen Geschichten über koreanische Christen zu tun. Wir haben schon öfters Besuch aus Korea gehabt und darum wir freuen uns einen Gegenbesuch zu machen und Bekannte wieder zu treffen. Und so ganz nebnenbei wollen wir auch dieses ferne asiatische Land ein wenig kennenlernen.

17.9. Sehr früh sind wir in Seoul auf dem Flughafen angekommen und wurden herzlich begrüßt. Mit Pkw's fuhren wir zur Dongan Gemeinde und wurden vom Ammi Missions Team - wie auf dem Bild zu sehen - herzlich begrüßt.
Nachdem wir unsere Quartiere bezogen und uns ein wenig ausgeruht hatten, fuhren wir zum ehemaligen Königspalast, der heute ein Museum ist. Ab diesem Museumsbesuch begleitete uns für anderthalb Tage ein Journalist einer christlichen Zeitung um einen Bericht über unseren Besuch und unsere Meinung zu Korea zu verfassen. Immer wieder interviewte er und zu bestimmten Themen.

Im Café "Bean-Tree" - einem Transfair-Projekt von Soe TaeWon, meinem Freund, der mehrmals im Jahr mit Gruppen Deutschland besucht. (Auf dem Foto stehen links der Journalist und rechts TaeWon.)

Abends in einer chicken Wohnung ein Abendessen für alle. Hier erst mal der Lobpreis vorher.

Am Sonntag, den 18.9. schliefen wir ein wenig länger und besuchten anschießend eine der vielen Universitäten. Seooul hat an die 20 davon ...

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Am Nachmittag im Gottesdienst sprach der Seniorpfarrer über den Segen, den das Frühgebet der Gemeinde gebracht hat. Das macht mich nachdenklich, wir kriegen keine Gebetsbewegung auf die Beine und in Korea gehen hunderte Christen jeden Morgen um 5:00 Uhr oder früher in die Kirche - JEDEN Tag.

Im 2. Hauptgottesdienst war TaeWon als Diakon aktiv, er spricht das Eingangsgebet, wobei er Deutschland und den CVJM dort natürlich nicht vergisst.

Abends Treffen mit einer Studentengruppe. Auch eine tolle Idee: Nach dem Gottesdienst treffen sich die jungen Leute und gehen dann in Kleingruppen auseinander, um gemeinsam zu essen und über ihren Glauben zu sprechen.

Am 19.9. besuchen wir früh eine Armenspeisung (d. h. weil wir ein paar Minuten zu spät am Treffpunkt waren kamen wir ne Viertel Stunde zu spät - Bahn weg - und können darum nur noch mit aufräumen) und anschließend den Spender: Der mehrfache Restaurantbesitzer Ji In gibt jeden Tag für ca. 200 Menschen Essen aus und ist auch oft selber dabei. Er stammt aus sehr einfachen Verhältnissen und hat sich hochgearbeitet - seit er Christ wurde, teilt er seinen Reichtum.
An diesem Tag erschien in einer christlichen Tageszeitung ein Artikel über uns - der von Prof. Kim organisiert worden war.
http://news.kukinews.com/article/view.asp?page=1&gCode=kmi&arcid=0005365004&code=30401100 (als link fuktioniert es nicht, wer es sehen will, muss kopieren und ins Adresszeile einfügen.)

Uns beschenkt er auch mit einem leckeren Essen - allerdings nicht auf der Straße, sondern in seinem neusten Restaurant...

Die Abschiedsparty ist sehr lustig und hat doch geistlichen Tiefgang. Die Koreaner haben keine Hemmungen mit solchen blöden Verkleidungen zu beten - und jetzt weiß ich auch, dass es geht.

Die Ammi Gruppe ist ein Team von jungen Erwachsenen der Dongan-Gemeinde, die mit Leib uns Seele Christen sind. Sie waren schon zweimal in Deutschland und fahren auch in andere Länder, um zu evangelisieren.

Dienstag 20.9. Fahrt an die Grenze zu Nordkorea. Ich dachte vorher nicht, dass mir das so an die Nieren geht. Nach 20 Jahren wieder an einer Grenze mit Stacheldraht und Panzersperren.
Und hier kommt noch die offensichtliche Angst der Südkoreaner vor einem Angriff dazu.

Ein Zeugnis vom Beginn des Koreakrieges ist die zerschossene Lokomotive und bis in die Gegenwart gab es immer wieder Versuche, Südkorea zu überfallen.

Über viele Kilometer wird das Flussufer bewacht, weil man Angst hat vor einer Agression aus Nordkoreas.

In dieser blauen Baracke werden Verhandlungen zwischen den beiden koreanischen Staaten geführt.

Die drei Mikrofone auf dem Tisch markieren die Grenze zwischen Nord- und Südkorea.

Hinter dem Soldat geht eine Tür nach Nordkorea. Das ist so eigenartig, wenn man da am Rand eines kommunistischen Regimes steht. Eigentlich ist der ganze Bereich schon Nordkorea, aber in der Baracke ist neutrales Gebiet.

Nachdem wir von diesem Trip ins Zeitalter des kalten Krieges zurückgekehrt waren, trafen wir gute Freunde von der Onouri Gemeinde: J4U, eine Missionsgruppe, die im Sommer 2010 in Sachsen-Anhalt war.

Hier das unvermeidliche Gruppenbild zu diesem Treffen - es war das erste an diesem Tag, darum war das völlig in Ordnung.

Die Nacht verbrachten wir bei ChunSik und SonHee No in der Wohnung - vielen Dank, dort gab es auch mal wieder ein ziemlich deutsches Frühstück. Obwohl unsere Gastgeber sich alle Mühe geben, uns amerikanisch/europäisches Essen vorzusetzen, könnten wir den Reis wir uns gelegentlich mal eine Alternative zum Reis vorstellen - und umgekehrt geht es unseren Freunden mit dem Brot in Deutschland.
Nach diesem Frühstück hieß es Abschied nehmen von Thekla. Sie fuhr zum Einführungsseminar für ihren Freiwilligendienst.

Den Rest des Tages verbrachten wir beim Pathmos-Verlag. Ein Filmteam von GCN, einer christlichen Fernsehstation begrüßte uns schon vor der Tür und dann wurden wir interviewt, danach begleiteten sie uns noch bis wir Pathmos wieder verließen. Hier kann man den Beitrag sehen, der über uns gedreht wurde.
www.cgntv.net/CGN_Player/player.htm?pid=2131&vno=10126 (der link fuktioniert nicht, wer es sehen will, muss kopieren und ins Adresszeile einfügen.)
Übrigens sind wir nicht wirklich so berühmt, dass eine Fersehsttion unb edingt einen Beitrag über uns bringt - einer unserer Freunde hat das organisert....
Das Thema dort war sehr spannend: Wie muss man in der postmodernen Gesellschaft das Evangelium verkündigen? Oder woran liegt es, dass die Zahlen der Christen in den zivilisierten Ländern rückläufig ist, während sie in Staaten der 3. Welt steigt? Zwar hat uns der Einstieg des Leiters ein wenig befremdet. Er zeigte an Werbeclips, das Homosexualität heute voll akzeptiert ist und behauptete, dass dies innerhalb von nur 30 Jahren geschah, weil die Szene der Homosexuellen ihre Leute an die richtigen und wichtigen Plätze setzen konnte. Können Christen was davon lernen? Die Diskussion war teilweise kontrovers...
Am Morgen des 22.9. wurden wir zum Frühstück in einer Autobahnraststätte gebracht und haben die leckersten Backwaren gefuttert. Die Rast zwischendurch brachte uns einen Besuch beim Landrat ein, kurzer Smalltalk, ein Bildband von Sachsen-Anhalt schenken, einladen nach Deutschland, Gruppenfoto und weiter. Auf dem Bild ist das Landratsamt oder das was bei uns so heißen würde.

Dann ging die Fahrt weiter zu einem Altenheim mit angegliedertem Freizeitheim auf dem Land - romantisch bis zum geht-nicht-mehr. Fluss vor dem Grundstück, Felder mit Reis, Chinakohl, Sesam, Auberginen, Gurken, Bohnen und auf dem Berg oben Wälder.

Am Nachmittag dürfen wir ein wenig bei der Ernte helfen - natürlich Arbeiten, wo die Ausländer keinen großen Schaden anrichten können: Sesamblätter pflücken. Danach waren wir am Fluss kleine Fische fangen und in den Teich setzen,

und nach einem ausgedehnten Abendspaziergang machen wir noch ein Feuer, in dem Kartoffeln und Süßkartoffeln gebraten werden.
Spannend ist hier besonders der Pfarrer Peter Son, er spricht schon etliche Sprachen und will nun Deutsch lernen - bei jeder Gelegenheit lässt er sich Redewendungen übersetzen und erklären - und er behält sie auch im Kopf, das ist echt erstaunlich. Bei alledem ist er sehr großzügig und füttert uns vollkommen durch.
Der Morgen war schön und kalt. Nach dem Frühstück ging es ans Meer

Echt ein herrliches Ambiente und sehr sauberes Wasser, schöne Wellen - aber kein Mensch badet. Da hier helle Haut ein Schönheitsideal ist, legt sich keiner in die Sonne und geht demzufolge auch nicht baden.

Nach dem Burgeressen - echt frisch gemacht und superlecker - sind wir ins Gebirge gefahren, um ein wildromantisches zerklüftetes Tal hinauf zu wandern, an dessen Ende ein kleiner Wasserfall ist.
Danach vier Stunden Fahrt zurück, wieder in der Rasstättes essen und dann ins Quartier...

Der Tag fängt gut an: Frühstück bei Donkin Donats mit leckeren Backwaren - erwähnte ich schon, dass die hier für Europäer einen unschätzbaren Wert darstellen? Dann gehts zum Bibelstudium ins Beratungszimmer des Pfarrers. Allerdings bröckelt die Harmonie ein wenig bei seinem Vortrag, die Deutschen stellen zu viele provokative Fragen und so trennt man sich mit einem Waffenstillstand.

Danach ein Seminar "Christian Coaching". Die Frage heißt; Wie kann ich Menschen motivieren? Und die Antwort: Geduld und Lob. Das Ganze hat 3 Stunden gedauert und auch so einige praktische Ansatzpunkte gebracht - echt gut.

Abends wieder mal ein Festessen. Wie sie es auch immer anstellen, aber wir bekommen immer wieder was Neues vorgesetzt, heute Rindfleisch am Tisch gegrillt, so was von lecker und dann noch all die leckeren Beilagen dazu.
Der Spender heißt Chang, kommt aus Seoul und gehört zur Onouri-Gemeinde. Er ist auch immer mal in Deutschland, weil er bei einem internationalen Konzern arbeitet.

Zum krönenden Abschluss besuchen wir die Stadtmauer von Suwon, echt imposant. Vor 230 Jahren entstanden, weil der König sich hier begraben ließ und sein Sohn dem Grab des Vaters nahe sein wollte.
Dabei trafen wir eine junge Frau, die am Montag mit uns zurück fliegt, weil sie in Leipzig studiert - die Welt ist ein Dorf....

Sonntag früh gabs Frühstück bei Paris Baguett und alles sah so lecker aus, dass ich mir viel zuviel auf den Teller gepackt hab und dann bis zum Abend keine Hunger mehr hatte ....

1. Akt war für uns der Kindergottesdienst um 9.00 Uhr. Gundschulalter, der Chor dominiert sowohl stimmlich wie auch zahlenmäßig - das ist wahrscheinlich die Strategie: Kinder kommen weil sie eine Aufgabe im Chor haben. Dann folgt eine kurze Pause bis zum Hauptgottesdienst um 11.00 Uhr, dort durfte ich Predigen, darum hab ich keine Fotos davon - ich war aufgeregt und die anderen fasziniert *scherz*. Dann als Mittagessen ein kleiner Snack in der Bäckerei und ein Mittagsschläfchen auf dem Fußboden von Pfarreres Büro, war sehr erholsam.

Um 14.00 Uhr Ausländergottesdienst in englisch. Diesmal keine Predigt, sondern jeder von uns erzählte von sich und seinem Glauben - das war länger als eine Predigt. Auf diesem Foto gab Ulli sein erstes Zeugnis und das auch noch auf englisch ....

Direkt im Anschluss gehen wir in einen anderen Raum und essen mit den Ausländern - überwiegend Afrikaner aus Kamerun - Pizza und trinken Cola. Alle Ausländer sind Männer. Wir schwatzten mit ihnen und sie waren sehr an uns und unserer Geschichte interessiert.

Danach hat uns ein Architekt eingeladen, die Geschichte von Suwon zu erkunden. Wir spazieren auf der 230 Jahre alten Stadtmauer entlang, ...

gehen in ein Viertel der Innenstadt, wo gerade deutsche Künstler die alten Häuser und Mauern bunt gestalten.

Zum Shopping gehts in einen traditionellen koreanischen Markt. Ob das hier ein Unfall oder Sommerschlussverkauf ist, habe ich nicht herausgefunden.

Und am Abend gingen wir in ein typisches Restarant und aßen leckeres koreanisches Essen. Immer noch mit dem Architekten und auch auf seine Kosten. Die Gastfreundlichkeit ist überhaupt fast nicht zu begreifen. Fast an allen Tage waren wir immer wieder in Resturants und die Gemeinde oder einzelne haben dafür bezahlt.


Am späten Abend zwischen 21.00 und 22.30 Uhr saßen wir zusammen zum Feedback. Übereinstimmend lobte die kleine Gruppe die Organisation durch Prof Kim und Chun Sik No. Fü die Zukunft erhoffen wir uns eine neue Qualität von Begegnungen. Wir wollen gern was zuammen machen. Lieder, Tänze, Pantomime - irgendein Programm gemeinsam üben und dann in Kirchen aufführen. Damit hätten die Treffen einen Inhalt und man kann als Rahmenprogramm immer noch Land und Leute kennenlernen. Darüber hinaus können die gemeinsamen Veranstaltungen einen missionarischen Charakter haben.

Und am 26.9. um 12.40 Uhr hob unser Flugzeug am International Airport Seoul Incheon ab und brachte uns mit einem Anschlussflug von München um 20.05 Uhr wieder nach Berlin - dabei waren wir fast 12 Stunden in der Luft.
Vielen Dank an alle unsere Gastgeber und Programmgestalter. ChunSik und SungHun möchte ich an dieser Stelle extra erwähnen, weil sie wegen unserer Reise extra von Deutschland nach Korea reisten, um für uns zu dolmetschen.
Übersetzung "Im östlichen Teil Deutschlands gibt es Städte die mit " Lutherstadt" anfangen. In den Lutherstädten wurde einer der wichtigsten Reformatoren, Martin Luther, geboren, ist dort aufgewachsen oder hat da gelebt. 2008 waren Jugendliche aus deutschen Kirchen zu Besuch in Korea. Sie besuchten die koreanischen Kirchen. (Onnurikirche, Dongankirche) Und dieser Besuch weckte bei koreanische Christen den Wunsch nach Deutschland zu gehen. Durch die häufigen Begegnungen und die Zusammenarbeit wurden die deutschen Christen erweckt. 2011 besuchen die deutschen Jugendlichen wieder die koreanische Dongankirche, die von den Flüchtlingen aus Nordkorea gegründet wurde. Sie wurden sehr warm herzig begrüsst. Die deutschen Jugendlichen beteten mit den koreanischen Jugendlichen, und nahmen im koreanischen Gottesdienst teil. Sie besuchten auch die demilitarisierte Zone Koreas. Alles begann mit einem kleinen Treffen. Jetzt hat sich die Zusammenarbeit ausgeweitet und es gibt immer mehr Treffen. Man hoert auch dass die deutschen Jugendlichen eine Morgens-gebets-gruppe gegruendet haben. Sie beten zwar nicht so laut und leidenschaftlich wie wir, aber sie haben jetzt die Gewohnheit, jeden morgen frueh aufzustehn, und ein bisschen zeit für Gott zu opfern. Wir wünschen uns dass dieser kleine Beginn für Deutschland eine große Veränderung bringt..

Samstag, 3. September 2011

Über die Frau

EINE FRAU KANN MIT 19 ENTZÜCKEND SEIN,
MIT 29 HINREISSEND,
ABER ERST MIT 39 IST SIE ABSOLUT UNWIDERSTEHLICH.
UND ÄLTER ALS 39 WIRD KEINE FRAU, DIE EINMAL UNWIDERSTEHLICH WAR, SAGT COCO CHANEL

Dienstag, 29. Juni 2010

Denkwürdige Gedanken - Thema Leiden

Gott erlaubt dem Sturm, uns zu beweisen, dass er der einzige Schutz ist. - unbekannt

So sicher, wie Gott zulässt, dass seine Kinder in den feurigen Ofen gehen müssen, so sicher wird er im feurigen Ofen bei ihnen sein. - Ch. H. Spurgeon

Montag, 10. Mai 2010

Gebet eines Offiziers, der in Vietnam Arm und Bein verlor, beim Gebetsfrühstück mit dem amerikanischen Präsidenten.

Ich bat Gott um Stärke,
um etwas leisten zu können.
Und ich bekam Schwäche,
um gehorchen zu lernen.

Ich bat um Hilfe,
um größere Dinge zu tun.
Und ich bekam Hilflosigkeit,
um bessere Dinge zu tun.

Ich bat um Reichtum,
um glücklich zu sein.
Ich bekam Armut,
um weise zu sein.

Ich bat um Macht,
um Beifall von Menschen zu haben
Ich bekam Schwachheit,
um zu lernen, Gott nötig zu haben.

Ich bat um alles,
um mich am Leben zu erfreuen.
Und bekam das Leben,
um mich an allem zu erfreuen

Ich bekam nichts von dem,
was ich bat.
Ich bekam aber alles
was ich nötig hatte

Fast gegen meinen Willen
wurden meine unausgesprochenen Gebete erhört.
Sodass ich jetzt unter allen Menschen
der am reichsten Gesegnete bin

Mein Spruch des Monats

Das Beten kann das Tun nicht ersetzen, aber das Gebet ist eine Tat, die durch nichts ersetzt werden kann!

Hans von Keler

Donnerstag, 24. Dezember 2009

Wer wissen will, wer er ist,
muss wissen woher er kommt,
um zu sehen, wohin er will

Mittwoch, 23. Dezember 2009

Stress oder Stille

Hundert Stunden im Streß
richten oft weniger aus
als hundert Minuten der Stille.

Paul Toaspern

Sonntag, 13. Dezember 2009

Keine halben Sachen

Das kennt man ja, Du bist stolz mal ein Schnäppchen gemacht zu haben und dann geht das Teil - ganz egal ob Kleidung, Haushaltgerät oder Computerzubehör - direkt beim ersten Gebrauch kaputt. Wie oft hast Du Dir schon geschworen nie mehr auf die billigen Angebote rein zu fallen und nur noch Qualkität zu kaufen. "Keine halben Sachen" Damit hat der Obi Baumarkt mal geworben - und Obi hat Recht, halbe Sachen lohnen sich nicht. Wer halbe Sachen macht, hat am Ende nur mehr Arbeit, Ärger und man läßt mehr Nerven.
Im Glauben ist das ganz genauso. Wenn Du versuchst bei Gott halbe Sachen zu machen, machst Du nur Minus. Wenn Du dagegen seinen Glauben konsequent lebst und keine Kompromisse machst - auch wenn die anderen doof gucken oder wenn Du Nachteile in Kauf nehmen musst(das ist auch in unserem moderen und freien Deutschland so und in Zukunft wird es noch enger für die Christen), dann wird Dein Glauben Dir Kraft geben. Und Du wirst erleben, dass es sich lohnt ganze Sache mit Gott zu machen.
Denn es ist furchtbar mühsam ein Christendasein zu führen, dass ohne die Kraft Gottes auskommen muss. Du gibst Dir Mühe und strengst Dich an, ein guter Christ zu sein und es gelingt auch manchmal, aber oft geht es auch daneben und Du ärgerst Dich und bist deprimiert. Und Du versuchst es wieder von Neuem und gibst Dir noch mehr Mühe und dann kommt aber irgendwann der Gedanke: Ich will doch was vom Leben haben und hier muss ich auf alles verzichten und wofür das alles? Ein kleines bisschen Glück wird Gott mir doch gönnen - und Du machst den ersten Kompromiss. Dann folgt irgendwann der zweite und schließlich hast Du Dich in Kompromissen eingerichtet und lebst ein ziemlich laues Christentum - zwar manchmal mit schlechtem Gewissen, aber es ist auszuhalten. Doch dieses Christenleben ist kraftlos. Alle Versuche, den Glauben weiter zu geben sind mühsam und mit wenig Erfolg gesegnet. Und so wirst Du müde und immer müder und es macht irgendwann alles keine Spass mehr. Du willst eigentlich was für Jesus tun, etwas dass richtig was bringt und Du willst, dass die Gemeinde wächst. Aber wenn Du ehrlich bist, musst Du eingestehn, dass Dich dieses Christentum auch nicht anziehen würde.
MACH KEINE HALBEN SACHEN! Schmeißt die Halbheiten weg - zum Kreuz hin, lass sie Dir vergeben und fang neu an. MACH GANZE SACHE MIT GOTT

Glaube nur

Die Eroberung von Jericho in der Bibel ist schon eine komische Geschichte. Wie die Israeliten eine Woche lang mit ihrem Posaunenchor (bei den damaligen Instrumenten klang das vielleicht noch komischer unsere heutigen Blechbläser - hab ich mir jetzt Feinde gemacht?) eine Woche lang Tag für Tag um die Stadt ziehen. Und dann am 7. Tag, als sie 7 mal um die Stadt ziehen, fällt die Mauer ein. Einfach so, ohne Rammbock, ohne TNT, sie fällt einfach um.
Aber noch eigenartiger ist eine Begegnung, die kurz vorher beschrieben wird: Josua steht scheinbar allein auf der Ebene und blickt auf die Stadt Jericho mit ihren dicken Mauern. Vielleicht macht er sich Gedanken, wie man so eine Festung einnehmen könnte. Da ist er auf einmal nicht mehr alleine, ein Mann mit blankem Schwert - quasi kampfbereit - steht neben ihm.
Josua ging auf ihn zu und fragte: »Gehörst du zu uns oder zu unseren Feinden?« 14 »Weder noch«, antwortete er. »Ich bin der Anführer der Heerscharen des Herrn und bin eben eingetroffen.« Da warf sich Josua voller Ehrfurcht vor ihm nieder. »Welche Befehle hast du für mich, deinen Diener«, fragte er. 15 Der Heerführer des Herrn antwortete: »Zieh deine Sandalen aus, denn du stehst auf heiligem Boden.« Da gehorchte Josua. - Jos 5, 13-14
Das Seltsamste an dieser Geschichte ist für mich die Forderung dieses ominösen Herrführers (den man gut und gerne für Gott selber halten kann): Zieh die Schuhe aus, du stehst auf heiligem Boden. Als ob es nichts wichtigeres gäbe als religiöse Vorschriften. Josua soll eine superstarke Festung erobern und der Typ will, dass er betet. Aber Josua macht, was der Heerführer befiehlt. Und scheinbar war das richtig. Denn es ist wohl nicht so schwer einen Zusammenhang zwischen dieser Begegnung und der Eroberung von Jericho herzustellen.
Vielleicht wollen wir einfach nur viel zu viel selber machen. Vielleicht beten, ja betteln - wir bei Gott einfach viel zu wenig. Und vielleicht tun wir uns einfach nur viel zu schwer Gott zu ehren und seine Macht und Majestät anzubeten.
Bei Josua hat es funktioniert. Warum soll es heute nicht mehr gehn? Probier es doch einfach mal. Schau mal weg von Deinen Problemen - hin zu Gottes Majestät und Macht, bete ihn an - wenn Dir selber keine Worte einfallen, nimm ein paar Psalmen - und lass Dich hineinnehmen in die Gegenwart Gottes. Und dann sag Gott auch alle Deine Sorgen und Probleme. Und dann sieh mal zu, was geschieht.

Mittwoch, 18. November 2009

Ein romantischer Abend

auch wenn der Tag trübe und grau war.




auch das ist Mansfeld. Danke Herr!

Spüche

Tradition ist nicht das Bewahren der Asche, sondern das Weitergeben des Feuers.

Hat sich keiner bekehrt, hat sich keine beschwert, war die Predigt nichts Wert.

Montag, 16. November 2009

Adventseinkauf?

Alle Jahre wieder macht die Kirche Schlagzeilen mit ihren Protesten gegen den Einkauf an den Adventssonntagen. Welche Erfolg dieser Protest hat ist offensichtlich: Null. Und wie sich das auf das Bild von Kirche in der Gesellschaft auswirkt, kann sich jeder einigermaßen klar denkende Mensch ausmalen: In der Kirche sind sie weltfremd. Bleibt noch zu fragen, ob es zwingend notwendig ist an dieser Stelle die Stimme zu erheben, weil es unsere Verantwortung vor Gott erfordert? - Ich sage nein. Warum verlangen wir Christen, die Gottes Gebote halten wollen von denen, die sich entschlossen haben, dies nicht zu tun, dass sie den Feiertag heiligen?
Welchen Grund haben die Menschen, die Gott aus ihrer Lebensplanung ausgeschlossen haben bzw. ihn vielleicht für existent halten, ihm aber keinen Einfluss auf ihr Leben zubilligen, den Feiertag zu heiligen oder andere Gebote zu achten? Und mit welchem Recht will Herr Landesbischof Bohl und andere kirchliche Würdenträger per Verordnung oder Gerichtsbeschluss die gesamte Bevölkerung zwingen, die Regeln einer Minderheit zu übernehmen? Wer so handelt, benimmt sich wie ein Zahnarzt, der bei Zahnschmerzen mit Spritzen oder Tabletten die Schmerzen stillt, der Ursache aber nicht zu Leibe rückt und den kranken Zahn behandelt.
Dass die Menschen an den Adventssonntagen lieber einkaufen als in den Gottesdienst zu gehen hat ja Ursachen, die man benennen kann: Gott wird nicht ernst genommen. Dagegen sollten wir Christen angehen. Wir sollten Menschen zu einem Leben in der Nachfolge Jesu einladen und ihnen vorleben, wie die Liebe Gottes Leben positiv verändert. Wenn in unseren Gemeinden die Liebe Gottes spürbar wäre, wenn diese Liebe in den zwischenmenschlichen Beziehung unter uns Christen zu sehen wäre, dann gäbe es vielleicht gar keinen Einkaufssonntag im Advent.
Um es mit Paulus zu sagen: Eins aber sage ich: Ich vergesse, was dahinten ist, und strecke mich aus nach dem, was da vorne ist, und jage nach dem vorgesteckten Ziel, dem Siegespreis der himmlischen Berufung Gottes in Christus Jesus.

Mittwoch, 4. November 2009

Mittelalterliches Comic


Vor 500 Jahren konnten viele Menschen nicht lesen und schreiben, aber sie hatten Phantasie und konnten Bilder verstehn. Der Wittenberger Maler Lucas Cranach hat das erkannt. Und weil es ihm wichtig war, dass seine Mitmenschen die Botschaft der Bibel verstanden, darum malte er Bilder, die biblische Tatsachen erklären sollten, so wie Comics heute die Welt erklären. Und weil er ein berühmter Maler war, hatte er Schüler - Studenten würden wir heute sagen: Kunststudenten. Einer davon hieß Hans Döring (Herr Döring hat übrigens zusätzlich noch bei Albrecht Dürer studiert) und der malte auch später selbständig Bilder. Eines davon befindet sich in der Mansfelder Schlosskirche auf dem Altar:
Im linken Flügel zeigt eine in unseren Breiten eher ungewöhnliche Darstellung: "Jesus in der Hölle" - Ja, es gibt tatsächlich eine Bibelstelle, die davon berichtet im 1. Petrusbrief, Kap 2.
Wollen wir gemeinsam versuchen, diese Stelle zu ergründen? Na dann los:
Jesus ist die auffälligste Figur auf diesem Bild, er ist die größte Figur auf diesem Bild, mit seinem roten Mantel läuft er in die Hölle hinein, sein rechter Fuß ist noch draußen. Der linke Fuß steht auf einem Holzteil, es ist zerbrochen und hat einen eisernen Beschlag, am linken Rand des Bildes ist nochmal so ein Teil. Weißt du, was das ist? ... ein Stück von dem Tor der Hölle! Jesus hat es eingerannt, darum läuft er auch noch, weil er noch soviel Schwung hat. Hier hat der Maler seine erste Botschaft verpackt: Du kannst in der Hölle nicht mehr eingesperrt werden, das Tor ist zerbrochen, jederzeit kannst du raus - wenn du willst.
Und dann haben die ganz findigen Betrachter sicher schon die anderen biblischen Figuren entdeckt: Adam und Eva - links am Rand, Jesus gegenüber und Mose - rechts am Rand auf Kopfhöhe von Jesus. Sie stellen jeweils einen Teil der weiteren Erklärung dar:
Adam und Evan stehen für das Problem: Seit dem Sündenfall, wo die beiden von dem verbotenen Baum gegessen haben, ist ein unüberwindlicher Abgrund zwischen Gott und den Menschen.
Mose symbolisiert die 10 Gebote - er hält die steinernen Tafeln auch in seinem Händen. Diese Gebote offenbaren unsere Schuld vor Gott: Kein Mensch hat jemals alle Gebote sein Leben lang gehalten.
Damit wir Menschen aber nicht in alle Ewigkeit von Gott getrennt bleiben, ist Jesus als Mensch auf die Erde gekommen. an dem Hirtenstab, den er in seiner Hand hält, sehen wir oben das Zeichen der Rettung: Das Kreuz mit der Siegesfahne. Dieses Zeichen bedeutet, dass Jesus durch seinen Tod am Kreuz Sünde und Tod besiegt hat. Darum müssen sich die Menschen, die Jesus vertrauen nicht vor dem Tod fürchten.

Reformation

„Mir ist es bisher wegen angeborener Bosheit und Schwachheit unmöglich gewesen, den Forderungen Gottes zu genügen. Wenn ich nicht glauben darf, dass Gott mir...dies...vergäbe, so ist’s mit mir aus. Ich muss verzweifeln. Aber das lass ich bleiben. Wie Judas an den Baum hängen, das tue ich nicht. Ich häng mich an den Hals oder Fuß Christi, wie die Sünderin, ob ich auch noch schlechter bin als diese. Ich halte meinen Herrn fest. Dann spricht er zum Vater: Dieses Anhängsel muss auch noch durch. Er hat zwar...alle deine Gebote übertreten,... aber er hängt sich nun mal an mich. Was will’s? Ich starb für ihn. Lass ihn durchschlüpfen! Das soll mein Glaube sein.“
Martin Luther

Der erst Teil könnte auch von mir sein und den zweiten Teil will ich mir gut merken, denn er ist meine Hoffnung.

Freitag, 13. März 2009

Die Frau des Chef's

Sie kennen ja die Gerüchteküche, je größer der Betrieb, desto mehr brodelt sie - nee, stimmt nicht ganz. Sie brodelt in den Betrieben am heftigsten, wo grade soviele Leute arbeiten, dass man alle noch kennt - man kann auch sagen, wo kein Betriebsfremder übern Hof gehen kann, ohne das jeder das mitkriegt. Unser Laden ist nicht ganz so groß, aber es brodelt gelegentlich ganz schön. Und da hab ich doch neulich abends bei einem gepflegten Bier und einem leckeren Essen in der gemütlichen "Kutscherstube" in der Poststraße - sie wissen schon, gleich neben dem ehemaligen Eisenwarenladen - von Detlef aus Buchhaltung erfahren, dass es mit der Ehe vom Chef nicht immer so wirklich gut steht. Das hat mich echt überrascht, weil der Chef noch nie ne Affäre gehabt zu haben scheint. Entweder sind die Frauen, die er verführt zweihundert Prozent verschwiegen oder wohnen auf dem Mond oder er ist seiner Frau wirklich treu. Und genau bei dem supertreuen Typen soll der Haussegen schief hängen? Das kann man ja kaum glauben. Detlef sagt, er habe das von einer Kollegin, die mit der Frau vom Chef befreundet ist. Die hat sich mal bei ihr ausgeheult, ungefähr so soll sie sich ausgedrückt haben:
Ihr Mann sei ja keiner der großen Bosse, die in der Tageschau zu sehen sind, aber trotzdem er ist bekannt und hat viele Freunde und Geschäftspartner. Und durch seinen Einsatz für den Sportverein gehören viele junge Menschen zu diesem Bekanntenkreis - natürlich auch attraktive junge Frauen. Darum geht sie inzwischen schon gar nicht mehr gerne mit zu irgendwelchen Veranstaltungen seines Vereins.
Eigentlich möchte sie gern mit ihm was unternehmen, mit ihm zusammen sein, Zeit mit ihm verbringen und in seine Welt eintauchen, sehen und erleben, was ihn in seiner täglichen Arbeit und in seinem Engagement für den Verein bewegt und mit welchen Problemen er zu kämpfen hat. Aber sie hat nun die Lust darauf verloren. Jedesmal wenn sie mit ihm bei Veranstaltungen der Firma oder des Vereins unterwegs war, fühlte sie sich irgendwie überflüssig. Begonnen hat alles so:
Als noch ganz frisch verheiratet waren fuhr sie mit ihrem Mann zu einem Vereinswochenende. Seine Freunde, auch einige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter waren natürlich alle da und viel junges Volk natürlich auch. Sie kommen an und noch bevor sie den Koffer aus dem Auto geholt haben, ist er plötzlich weg mit der Bemerkung: "Liebling, da hinten steht Micha mit seiner Freundin, ich geh denen mal Hallo sagen." Und sie steht da und schaut sich unsicher um, fühlt sich verlassen und ist klein wenig sauer auf ihren Mann. Es dauert zwar nicht lange, bis er wieder da ist, aber sie hat sich abgestellt gefühlt wie ein Gepäckstück. Dann gehen sie rein, bekommen ihr Zimmer und ziehen ein. Zum Abendessen sitzen sie mit einigen Jugendlichen und einem Ehepaar am Tisch. Einer der junge Männer sagt zu ihr: "Du bist also die Frau Joachim" Sie nickt und lächelt: "Ja, ich bin Karin." Natürlich weiß sie, dass es ein Joke werden sollte mit der Frau Joachim und trotzdem kränkt es sie irgendwie. Er hätte ja wenigstens mal nach ihrem Namen fragen können. Sie fühlt sich wie ein Stück, das zu ihm gehört, wie seine Jacke oder sein Laptop, aber nicht wie die Frau an seiner Seite.
Der Abend war schön, es gab einen interessanten Vortrag und die Leute wurden vorgestellt. Es tat ihr gut neben ihrem Mann zu stehen und zu spüren, wie sehr die anderen ihn schätzen. Sie war stolz auf ihn und stolz zu ihm zu gehören. Das tat ihrer Seele richtig gut.
Der Abend ging auch gut weiter. Nach dem offiziellen Teil gingen sie, ihr Mann und einige andere zusammen noch in eine kleine gemütliche Kneipe. Auf dem Weg dorthin hatte sie sich bei ihm eingehakt und sie haben fast nur miteinander gesprochen. Er hat sich wirklich die Zeit genommen und ihr über den einen oder anderen aus der Clique, die zusammen losgezogen waren, ein paar Sachen erzählt: Was sie so machen und was sie im Verein darstellen, wer mit wem kann und wer mit wem nicht. Und dann in der Kneipe saßen alle an einem großen runden Tisch und es gab viel zu lachen. sie war bei all dem mittendrin und konnte auch selber sich am Gespräch beteiligen. Die lockere Umgangsweise liegt ihr und sie war ganz schnell von den anderen aufgenommen worden. So war es ein rundum schöne Abend bis diese Gruppe junger Leute reinkam, auch welche vom Verein. Sie grüßen sich und die Jugend setzt sich an den Tresen. Zehn Minuten später sagt Jaochim zu ihr: "Ich geh mal rüber zu den anderen." Ich sagte: Ja, mach nur, ich komme hier schon klar." Und das stimmte auch vollkommen in diesem Moment. Allerdings wurde ihre Stimmung nach 10 Minuten langsam schlechter, sie konnte dem Gespräch an ihrem Tisch kaum noch folgen, weil sie ständig zu ihm rüber sehen musste. Er plauderte völlig ungezwungen mit den jungen Leuten und das eine Mädchen himmelte ihn immer so an, aber war sie sicher, dass er das gar nicht bemerkt hat, er ist ja nun mal ein Mann. Je länger er da drüber blieb, umso weniger bekam sie von dem mit, was in ihrem Tisch passierte. Bald dachte sie nur noch drüber nach, was er so lange da drüben zu reden hat. Er ließ die Jugendfraktion erst allein, als an seinem ursprünglichen Tisch zum Aufbruch gerüstet wurde. Sie aber hatte sich schon lange wieder wie abgestellt gefühlt. Und siolche Situationen hat sie immer und immer wieder erlebt bis dann irgendwann einmal beschloss, dass sie sich sowas nicht mehr bieten lässt. Dann achtete sie künftig drauf, dass auf die Vereinswochenenden immer 'unglücklicherweise' eine Tupperparty oder die Geburtstagsfeier einer Freundin fiel. Manchmal war sie auch kurzfristig krank geworden.

Samstag, 15. November 2008

Die Lebensrettungsstation

Eine Parabel
An einem gefährlichen Küstenstreifen der dafür berüchtigt war, dass dort viele Schiffe kenterten, lag eine kleine primitive Lebensrettungsstation. Eigentlich war diese Station nur eine Hütte mit nur einem Boot..... aber ein paar einsatzbereite Mitglieder wachten Tag und Nacht über die raue See. Ohne einen Gedanken an sich selbst zu verlieren, fuhren sie unermüdlich hinaus, um nach gefährdeten oder bereits gekenterten Seeleuten Ausschau zu halten. Viele Menschen verdankten diesen tapferen Männern ihr Leben, die dort auf der Station als zuverlässiges Team zusammenarbeiteten.
Mit der Zeit wurde der Ort regelrecht berühmt. Viele Menschen, die hier gerettet worden waren, aber auch andere Bewohner entlang der Küste wollten auf der Station mitarbeiten. Gerne opferten sie Zeit, Kraft und Geld, um ihre Ziele zu unterstützen. Neue Boote wurden gekauft. Neue Mannschaften angeleitet. Die Station, die einst dunkel und primitiv und praktisch unbedeutend war, begann plötzlich anzuwachsen. Einige Mitglieder waren unglücklich darüber, dass die Hütte so unattraktiv aussah und ärmlich ausgestattet war Es solle alles komfortabler werden. Die Notbetten wurden durch herrliche Möbel ersetzt. Die einfache, handgefertigte Ausstattung wurde hinausgeworfen und dafür eine raffinierte exklusive Einrichtung gekauft. Die alte Hütte musste jetzt natürlich abgerissen werden, um Platz zu schaffen für all die zusätzliche Ausstattung, die Möbel, Programme, Verabredungen.
In dieser Aufbauzeit war die Lebensrettungsstation zu einem beliebten Treffpunkt geworden, und ihre eigentlichen Ziele begannen zu verschwimmen. Es war nun eine Art Clubhaus, ein gern genutztes Heim zum gemütlichen Beisammensein. Auf die früheren Aktivitäten – Leben zu retten, Hungrige satt zu machen, Ängstliche zu ermutigen und Verstörte zu beruhigen – wurde immer weniger Zeit verwandt. Immer weniger Mitglieder hatten nun Lust bei Rettungseinsätzen selbst der gefährlichen See zu trotzen. So stellten sie hauptamtliche Lebensrettungsmannschaften ein, um diese Arbeit zu erledigen. Das ursprüngliche Ziel der Station war ja schließlich nicht vergessen! Die Lebensrettungssymbole hielten sich auch weiterhin in der Dekoration des Clubhauses. Man hatte sogar ein liturgisches Rettungsboot aufgestellt im Raum der „süßen Erinnerung“ – mit weicher, indirekter Beleuchtung, wodurch die dicke Staubschicht auf dem früher benutzten Boot nicht weiter auffiel.
In dieser Zeit kenterte ein großes Schiff vor der Küste. Die Rettungsmannschaften brachten viel durchgefrorene, nasse, halbertrunkene Menschen an Land. Sie waren schmutzig, einige sehr krank und elend. Andere schwarz oder einfach „anders“ als die Mehrzahl der Clubmitglieder. In dem schönen neuen Clubhaus entstand plötzlich ein schreckliches Durcheinander. Ein besonderer Ausschuss forderte, dass auf der Stelle ein Duschhaus gebaut würde – und zwar in einiger Entfernung von dem Clubhaus, so dass Schiffbrüchige gesäubert werden konnten, bevor sie hereinkamen.
Auf der nächsten Mitgliederversammlung fielen harte Worte. Viele machten ihrem Ärger Luft, und schließlich kam es zur Spaltung. Die meisten wollten die Lebensrettungsaktivitäten und den Einsatz für Schiffbrüchige ganz eingestellt haben. Man hörte Stimmen wie: “Es ist so unangenehm“, „Es bringt uns Leute ins Haus, die nicht auf unserer Wellenlänge liegen“.....
Wie erwartet blieben einige Mitglieder hartnäckig. Leben zu retten, war die erste und wichtigste Aufgabe einer Rettungsstation. Ihre einzige Existenzberechtigung bestand in diesem Dienst für jeden, der Hilfe brauchte, ohne Rücksicht auf Schönheit oder Größe oder Ausstattung des Clubs. Sie wurden jedoch überstimmt. Man legte ihnen nahe, wenn sie daran festhalten wollten, jede Art von Menschen zu retten, so sollten sie bitte ihre eigene Lebensrettungsstation an einer anderen Stelle an der Küste gründen. Sie taten es. Als die Jahre ins Land gingen, setzen bei der neuen Station die gleichen Veränderungen ein, wie bei der alten. Sie entwickelte sich zu einem schönen Club... eine neue Lebensrettungsstation wurde begonnen.
Die Geschichte wiederholte sich stets von neuem. Wenn heute jemand die Küste besucht, so ist er beeindruckt von der Vielzahl exklusiver Clubs, die am Ufer entlang liegen. Sie werden verwaltet von aalglatten Managern, die jegliches Interesse an der Lebensrettung verloren haben. Selbstverständlich kentern immer noch Schiffe in dieser Gegend. Allerdings werden die meisten Opfer nicht gerettet. Jeden Tag ertrinken einige in der See – und es scheint nur wenigen etwas auszumachen ... viel zu wenigen.

(Eva Maria Busch aus: Stimme des Glaubens

Mittwoch, 29. Oktober 2008

Erfahrungen in Korea

Vom 11. bis 25. September 2008 war eine Gruppe junger Christen aus Sachsen-Anhalt und befreundeten Nationen in Korea. Mich haben sie auch mitgenommen (wofür ich sehr dankbar bin). Wir sind nicht nur zur privaten Belustigung nach Korea gefahren, sondern auch weil wir wissen wollten, ob wir uns von den Christen dort, was abgucken können. Denn in Korea sind in den letzten rund 100 Jahren ca. 40% der Bevölkerung Christen geworden. Seit einigen Jahren bleibt die Zahl ungefähr konstant, wurde uns dort gesagt. Der Unterschied zu Deutschland ist, dass die Mehrzahl der Christen in Korea auch aktiv am Gemeindeleben teilnehmen. Jeden Sonntag volle Kirchen, in manchen Gemeinden bis zu 7 Mal. Das beeindruckt schon, wenn man die teilweise sehr dünn besetzten Gottesdienst in Deutschland kennt.
Woher kommt das? Können wir was nachmachen? Ja, wir können was abgucken und wir können es auch wieder nicht. In meinem Profil steht seit einigen Wochen ein Zitat von Claus Harms (18. Jh.) 'Die herrschende Kirchenleere kommt von der herrschenden Kirchenlehre.' Oder man kann es auch mit den Worten eines inzwischen sehr alten Pfarres ausdrücken, der immer nach dem Abendmahl die Gemeinde entlassen hat mit den Worten: 'Gehet hin in Frieden, euch geschehe, wie ihr glaubt.'
Zieh dir bitte keine Jacke an, wenn sie Dir nicht passt! Ich weiß, dass meine Kritik nicht pauschal gelten kann.
Was ich ausdrücken will ist, dass wir in Deutschland von Gott wirklich eine Erweckung erwarten sollten, wenn wir uns danach sehnen. Wenn wir heute schon die geschrumpften Gemeindezahlen von 2025 hochrechnen und überlegen ob die Pfarrer der beiden Kirchenkreis, die es in Sachsen-Anhalt dann noch geben wird, einen Diensthubschrauber bekommen, dann werden sehr wahrscheinlich die Zahlen wirklich erwartungsgemäß schrumpfen. Ich weigere mich zu glauben, dass in 15 Jahren die geistliche Situation in Deutschland unverändert ist. Ich wünsche mir eine Erweckung, ich wünsche mir, dass meine Bekannten, Kollegen, Freunde, die Jesus noch nicht im Herzen haben, erkennen, dass die Rettung bei IHM ist und nicht bei der Sparkasse, dem Auto oder einer harmonischen Beziehung. Ich will dafür beten und glauben, dass Menschen aufstehn und mutig ihren Glauben bekennen. Im Rahmen meiner Möglichkeiten fange ich schon mal an.

Das zweite was mich schwer beeindruckt hat, ist das Frühgebet in Korea. In vielen Kirchen gibt es jeden Morgen um 5.00 Uhr einen kurzen Gottesdienst mit einem abschließenden open-end-Gebet, d. h. irgendwann hört der Pfarrer auf zu beten (in Korea beten alle gleichzeitig laut im Gottesdienst) und dann geht jeder wenn sie oder er fertig ist nach Hause.
Kannst Du Dir das bei uns vorstellen? Würdest Du selber hingehen? Ich bin ehrlich: Damit ich das schaffe, muss sich bei mir noch manches ändern. Ich weiß auch nicht, ob wir das unbedingt kopieren müssen. Aber dieses Frühgebet offenbart, dass die Christen in Korea bereit sind, Opfer zu bringen für ihren Glauben, für ihren Herrn. Dagegen empfinde ich das deutsche Christenleben ziemlich weichgespült. Und wenn ich mir so die Bibel anschaue, entdecke ich, dass Gott schon im AT solche Leidenschaft bei seinem Volk gesucht hat. Was anderes sind denn die Opfer der Israeliten als ein Ausdruck von Leidenschaft und Verehrung für Gott. Möglicherweise fehlt uns da was und vielleicht ist das was Entscheidendes.....
Wenn man sich die Geschichte von Erweckungen anschaut, dann kann man oft entdecken, dass am Anfang die Treue einer Gruppe steht, die intensiv und manchmal mit großem Einsatz gebetet, geglaubt und gearbeitet haben. Da haben Menschen Gott beim Wort genommen und haben manchmal ihre ganze Existenz darauf gebaut, dass Gottes Wort wahr ist und auch heute noch gilt.
Vielleicht ist es diese Mischung aus tiefen Vertrauen zu Gott und einer bedingungslosen Opferbereitschaft, die wir Christen heute hier in Deutschland brauchen könnten.
Falls Dich was anspricht oder abstößt, wäre ich sehr dankbar für eine kurze Reaktion. Wer hier nicht schreiben kann, volker2007(at)gmail.com

Dienstag, 28. Oktober 2008

Zeitgeist

Ein youtube-video, dass viel angeklickt wird ist das Video Zeitgeist. Darin wird z. B. behauptet, dass von vielen Göttern schon lange bevor Jesus auf der Erde lebte ganz ähnliche Wunder und Lebensumstände berichtet werden. Ich hab jetzt nicht die ganze Latte der aufgezählten Götter recherchiert, nur für Horus und Dionysos hab ich mal das net abgegrast - und siehe da: Nichts von Junfrauengeburt, erste Lehre mit 12 Jahren, 12 Jüngern, Wundern, Tod am Kreuz und Auferstehung nach drei Tagen steht auf den Seiten über die beiden Helden oder Halbgötter. Was über diese beiden in "Zeitgeist" behauptet wird entspricht nicht den Tatsachen.
Überhaupt kann schon jeder, der einigermaßen mit der Bibel vertraut ist, den Braten riechen. So wird in dem Video behauptet, dass Jesus am 25. Dezember geboren ist. In meiner Bibel hab ich das bisher noch nicht gefunden. Das Weihnachtsfest wurde in der Urchristenheit erst mal zu sehr unterschiedlichen Zeiten gefeiert. Man war sich drüber im Klaren, dass Jesu Geburtsdatum unbekannt ist. Erst mit der Ausbreitung des Christentum nach Norden - also Mitteleuropa - führte man den heutigen Weihnachtstermin ein.
Dass Motive aus der Bibel, wie z. B. Sintflut, Moses Geburt und Errettung, Zehn Geboten usw. auch inanderen alten (angeblich älteren) Schriften erwähnt werden, muss kein Beweis sein, dass diese biblischen Geschichten falsch ist. Eher sind sie das Gegenteil: Nämlich Hinweise darauf, dass die Ereignisse wirklich passiert sind. Es sind unterschiedliche Zeugen, die gleiche Dinge aussagen. Vor einem Gericht unserer Zeit wird das nicht als Beleg für eine Lüge/Fälschung, sondern als Beweis für Wahrheit gewertet. Wenn man nämlich beweisen will, dass die Verfasser der Bibel von dort abgeschrieben haben, muss man sich erst mal im Klaren drüber sein, wann die einzelnen Texte entstanden sind. Das ist so gut wie unmöglich, wenn wir etwas können, dann finden wir vielleicht Hinweise, wann ein Text zuerst schriftlich niederglegt wurden. Über die Dauer der vorausgehenden mündlichen Überlieferung kann man dann immer noch nichts sagen.

Lasst euch also von diesem sogenannten Aufklärungs- oder Enthüllungsfilmchen nicht irre machen, sondern schaut nach, was wirklich dahinter steckt. Nicht alles, was professionell aufbereitet ist, ist auch wahr und gut.

Sonntag, 26. Oktober 2008

immer in action

Heute habe ich viel zu tun, deswegen muss ich viel beten.

Martin Luther

Auch schön, wenn man weiß, dass so ne Idee schon früher gut war. Nun darf ich üben, das auch jeden Tag zu praktizieren .... und das ist gar nicht so einfach .... man kann auch sagen: Ich buchstabiere daran, diesen Satz in meinem Leben zu realisieren.